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Das Berufsfeld Grafik-Design
Grafik-Designer:in – Botschaften gestalten
Als Grafik-Designer:in bringst du Ideen zum Leben. Du bist die Person, die aus einer kreativen Vision eine klare, wirksame Botschaft macht – egal ob auf Papier, am Bildschirm, interaktiv, in Bewegung oder sogar in 3D. Im Zentrum deiner Arbeit steht immer die kommunikative Idee: Was soll vermittelt werden? Welche Emotion, welche Information, welche Geschichte soll beim Publikum ankommen?

Du lernst, Gestaltungskonzepte zu entwickeln, die nicht nur schön aussehen, sondern auch funktionieren. Dabei denkst du an die richtigen Farben, Formen, Typografie, Bilder und Layouts – immer im Einklang mit der Botschaft und dem Medium. Ob Print, Digital, Social Media oder interaktive Anwendungen: Deine Idee wird auf allen Kanälen wirksam.

Als Grafik-Designer:in planst, begleitest und überprüfst du Projekte eigenständig. Du behältst wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte im Blick und arbeitest, wenn nötig, mit Expert:innen aus Animation, Fotografie, Illustration oder Programmierung zusammen. Deine Arbeiten bereitest du professionell auf, erstellst Produktionsunterlagen und sorgst dafür, dass alles genau so umgesetzt wird, wie du es geplant hast.

Was den Beruf besonders macht, ist die Mischung aus Kreativität, Organisation und Kommunikationsverständnis. Du präsentierst Ideen überzeugend, erklärst Zusammenhänge verständlich und findest Lösungen, wenn etwas nicht wie geplant läuft.

Wenn du neugierig, innovativ und eigenverantwortlich bist, gerne im Team arbeitest, aber auch deine eigenen Ideen einbringen möchtest, ist Grafik-Design genau der richtige Beruf für dich.

Unterricht
Zur Ausbildung an der Fachklasse Grafik gehören neben der Vermittlung des Handwerks eines Grafikers oder einer Grafikerin auch die Auseinandersetzung mit politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Fragen. Die Lernenden lernen, auch komplexe Inhalte in Form und auf den Punkt zu bringen. Diese kreative Arbeit verknüpft die Schule mit dem Allgemeinwissen, das für das Bestehen der Berufsmaturität (BM) notwendig ist.

Der Unterricht deckt alle Bereiche der visuellen Kommunikation ab, von der Gestaltung von Medien – gedruckten und elektronischen – bis zur Realisierung eines Corporate Designs.

Gearbeitet wird sowohl analog mit Papier und Stift als auch am Computer. Die Auseinandersetzung mit Bild, Zeichen und Typografie bilden Schwerpunkte. Aber auch die neuen Medien gehören zum Ausbildungsprogramm. Das Fördern von konzeptionellem Denken und innovativem Gestalten ist ein wichtiges Anliegen.

Ergänzt wird die gestalterische Ausbildung durch den Berufsmaturitätsunterricht: Deutsch, Kunstgeschichte, Mathematik, Französisch und Englisch, aber auch Geschichte, Kommunikation sowie Technik und Umwelt. In interdisziplinären Projekten verbindet die Schule Gestaltung und Berufsmaturitäts-Unterricht miteinander. Die BM hat nicht nur Einfluss auf die Qualität und Kreativität der Gestaltung: Sie öffnet auch den Zugang zur Hochschule. Die BM-Abschlussprüfungen werden gegen Ende des 3. Ausbildungsjahres, unmittelbar vor dem Praktikum abgeschlossen, absolviert.
Verwandte Berufsfelder

Polygraf:in – Gestaltung technisch umsetzen

Als Polygraf:in sorgst du dafür, dass gestaltete Produkte professionell produziert werden – ob Flyer, Magazine, Verpackungen oder Online-Publikationen. Du bereitest Layouts für den Druck oder digitale Medien technisch korrekt auf, prüfst Daten, optimierst Bilder und stellst sicher, dass alles perfekt funktioniert.

Deine Arbeit ist weniger konzeptionell, sondern vor allem präzise und technisch. Du arbeitest eng mit Grafiker:innen zusammen und setzt deren Entwürfe druck- oder datentauglich um. Farbprofile, Auflösung, Satzspiegel und Datenmanagement gehören zu deinem Alltag.

Wenn dich Sorgfalt, Technik und Genauigkeit begeistern und du Freude an Medienproduktion hast, ist der Beruf Polygraf:in genau richtig für dich.

Mediamatiker:in – Digitale Inhalte steuern

Als Mediamatiker:in bewegst du dich in der digitalen Welt: Du erstellst Websites, bearbeitest Videos, betreust Social-Media-Kanäle oder hilfst bei der technischen Umsetzung von Kommunikationsprojekten.

Dein Schwerpunkt liegt auf der technischen und organisatorischen Umsetzung digitaler Inhalte – nicht auf der kreativen Idee oder dem gestalterischen Konzept. Du kennst dich mit IT-Systemen, Programmen und Daten aus und sorgst dafür, dass alles funktioniert und professionell präsentiert wird.

Wenn du technisch interessiert, vielseitig und digitalaffin bist, bietet dir dieser Beruf viele spannende Möglichkeiten – von der Medienproduktion bis zur IT-Kommunikation.

Interactive Media Designer:in – Interaktive Erlebnisse entwickeln

Als Interactive Media Designer:in arbeitest du an der Schnittstelle zwischen Gestaltung und Technik. Du entwickelst interaktive Anwendungen wie Websites, Apps, Animationen oder digitale Kampagnen.

Dabei setzt du meist vorgegebene Konzepte visuell und technisch um – deine Arbeit verbindet Design, Animation, Video und Programmierung. Kreativität spielt eine Rolle, aber stärker im Hinblick auf Bedienbarkeit und Nutzererlebnis als auf die kommunikative Idee selbst.

Wenn du digitale Medien, Gestaltung und Technik spannend findest und gerne mit modernen Tools arbeitest, ist dieser Beruf genau dein Ding.

Polydesigner:in 3D – Räume und Objekte gestalten

Als Polydesigner:in 3D gestaltest du dreidimensionale Erlebnisse – etwa Schaufenster, Messestände, Ausstellungen oder Verkaufsflächen. Du setzt Gestaltungskonzepte räumlich um, arbeitest mit Materialien, Licht, Farbe und Form und sorgst für stimmige Präsentationen.

Die kreative Idee kommt häufig von Grafiker:innen oder Art Directors, du bist für die räumliche Umsetzung und handwerkliche Ausführung zuständig. Präzision, technisches Verständnis und Sinn fürs Material sind gefragt.

Wenn du handwerklich geschickt, räumlich denkend und gestalterisch interessiert bist, bietet dir dieser Beruf ein vielseitiges Arbeitsfeld zwischen Design und Produktion.